Marathon Berlin – ich komme

Trainingsvorbereitung Hermann Plaickner

Meine Vorbereitung zum Berlin Marathon 2013

Knappe 5 Wochen sind vergangen, seitdem ich einen meiner größten Lauferfolge feiern durfte, den 4. Gesamtplatz bei einem Ultra-Bergmarathon in Tirol, vorher den noch sensationelleren 6. Gesamtplatz beim Swiss Alpin. Also, was will man noch mehr. Ein paar Tage Erholung nachher und jetzt die letzte Woche etwas ruhiger treten.

Heißt: ich hatte weniger als 4 Trainingswochen zur Verfügung, um mich vom Berglauf auf die Langstrecke umzustellen, … Speed zu trainieren. In Wirklichkeit ein unmögliches Unterfangen – so eine Marathonvorbereitung. Als Technik- und Tempotrainer würde ich jedem meiner Schützlingen raten – verschieb den Marathon um mindestens 4 Wochen.

Das will ich aber nicht. Ich ging dieses Risiko durch den Start beim Karwendellauf  in Tirol bewusst ein, erkannte, dass ich am Berg im Moment eine Wucht bin „und jetzt musst du durch.“ Mein Körper und all meine Werte sind einwandfrei (bis auf 2 blaue Nägeln an den großen Zehen, weil ich mir – um noch schneller zu sein, neue Laufschuhe mit einer halben Nummer kleiner kaufte, da man nach 1000 km in den anderen ja eher luftig Platz hatte (Dummkopf)).

Und so trete ich diesmal beim Marathon an:

7,2% Körperfett, (war in Frankfurt etwas weniger)

4% Viszeralfett, (in Frankfurt gleich)

67,5 kg (war in Frankfurt fast 1,7 kg mehr)

68% Wasseranteil in den Muskeln (Superwert)

Das kurze Speedtraining verlief ebenfalls sehr gut aber nicht zu glauben: bei 8 km gerademal 6 Sekunden schneller als im Vorjahr.

Man erkennt also, auf welch grenzwertigem Niveau ich meinen Körper momentan bewege, 0,8 Sekunden/km schneller, ist schon fast wie bei der Formel 1. Ich staune selbst nur.

Das große Fragezeichen:

Kann mein Körper die gewaltige Kondition nutzen, welche ich mit den beiden Ultra-Marathons in den letzten 2 Monaten sammelte?

ODER ist mein Körper heuer einfach schon zu viel gestresst, dass er mir während des Laufes nicht mehr mitspielt?

Diese und ähnliche Gedanken beschäftigen mich manchmal.

ICH WEISS ES NICHT – das ist ein Experiment, das ich jetzt durchführe – nachher bin ich gescheiter. Werde aber mit 3:45/km anfangen und so lange es geht, das Tempo durchlaufen, habe nichts zu verlieren.

Ein Flopp wird’s nicht werden, da bin ich mir schon mal sicher – vermutlich wird am Ende eine 2:45 stehen, ABER wird es auch weniger?

Ich bin echt selbst gespannt – freue mich jetzt mal auf ein paar schöne Tage mit meiner lieben Frau in Berlin, wo wir auch Gäste – nein … Freunde besuchen dürfen!!!

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