Laufbericht Mühlwalder Vertikalkilometer 2012

Vertikal Hermann Na

Erster Podestplatz bei härtester Konkurrenz in der Vertikalen

Wir alle wissen ….

um in einem Vertikallauf vorne dabei sein zu können, bedarf es nicht nur einer gewaltigen Kondition, sondern vor allem auch an Kraft in den Beinen, ebenso in den Armen aber auch im Rumpfbereich.

Hier eine topp Zeit zu schaffen, ist zumindest gleich schwierig, wie bei einem Marathon – nein noch schwieriger, denn die Arme sind beim Marathon nicht so gefordert.

So rückte wieder einmal die Elite aus Südtirol, aber auch aus Österreich an. Selbst Läufer aus Deutschland nahmen eine Fahrtstrecke von 2x 500 km in Kauf, um hier dabei zu sein. Für mich fast schon eine Ehre, hier überhaupt mitten drin im Geschehen sein zu dürfen.

Der Wettkampf:
Und so ging´s um 10:00 Uhr los. Meine Startzeit war SUPER, verlor auf die Spitze weniger als im Vorjahr, vielleicht 70 Meter auf den Vizeweltmeister im Tourenschilauf, Manfred Reichegger. Beim Einstieg in die Vertikale weit weniger fertig als im letzten Jahr trotz besserer Zeit.

Als Laufspezialist war mir aber klar, dass es noch zu Überholungen von Langläufern und Tourenschiprofis kommen wird, denn die haben Kraft wie Bären und so war es dann auch. Ich nutzte die „Brennten“ (erste eher weniger steile Stücke) um einige von denen wieder zu überholen und fühlte mich zu meiner Verwunderung gut und leicht. Bei der 1. Alm 23:21, also nochmals 25 Sek. schneller als im Training, 2. Alm 36:04, immer noch 16 Sek. schneller als im Training, nur verließ mich dann scheinbar die Kraft etwas und ich brauchte meine Traumzeit von unter 43:00 nicht ins Ziel, und so wurde es eben eine 43:47. Also um 102 Sekunden schneller als im Vorjahr. Nur 2 Läufer aus dem hinteren Feld verbesserten die Zeit mehr als ich. Heißt: ich komme der Spitze definitiv näher und näher.

Wie ihr mich kennt, analysiere ich auch immer – bin sehr selbstkritisch: 3 Gründe ergab meine Analyse, warum ich meine Traumzeit nicht schaffte:

  1. Dienstag ein Mammutstag in der Firma. 18 Stunden gearbeitet – 800 km gefahren
  2. Mittwoch – Donnerstag ABSOLUTEN Durchfall, Wasser pur, (Minigrippe), verwehrte die Nahrungsaufnahme des Darms, konnte Schwäche Freitag/Samstag nicht mehr wett machen
  3. Orientierung an einem Kollegen, den von mir sehr geschätzten Brugger Leo, der letztes Jahr schon die 43:16 lief und den ich erst vor der ersten Alm überholen konnte. Immer zurückschauend, ob er eh weit genug hinter mir ist, das war ein großer Fehler, man muss sich nach vorne – und nicht nach hinten orientieren. In meinen Firmen predige ich nichts anderes, und dann mache ich so einen dummen Fehler.

So schaffte ich aber trotz dieser Handykaps den ersten Podestplatz (3.) in meiner Kategorie und insgesamt den hervorragenden 13 Platz. Mein Ziel, aus dem Vorjahr die 45iger Zeit in eine 43iger umzuwandeln gelang. ABER – da ist noch was drinnen – ich spürte das heute genau! Bin also schon scharf aufNÄCHSTES jAHR, aber jetzt freue ich mich mal sehr auf den Dolomittenmarathon!

      

LÄUFERANALYSEN … Im Bild Joa und Brito aus Stuttgart mit dem Sieger Manni und meiner Wenigkeit beim Fachsimpeln nach dem Lauf.

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