Keine Zeit zum Laufen

keine-zeit-zum-laufen-running-wellness-hermann-plaickner

JA – die liebe Zeit …

Liebe Lauffreunde und Leser meines running-wellness-blogs!

Nachdem der Klassiker „Cortina-Toblach“ hervorragend für mich lief, wo ich meine eigene Bestzeit um 1 Minute verbesserte und unter 2 Std. im Ziel ankam (30 km und 320 hm), machte ich mich ans Werk, um neue Ziele anzupacken. Schnell merkte ich aber, dass ich in Wirklichkeit zuwenig Zeit zum Laufen habe, um dieses Ziel zu packen.

Tagsüber im Land-Palais, zwischendurch die eine oder andere Hilfe im La vie Deluxe, unsere Firma (mein eigentlicher Hauptberuf) in Österreich, seit kurzem auch noch ehrenamtlich engagiert in Mühlwald und dort im Ausschuss, … dann habe ich ja auch noch eine Frau, 4 Kinder und seit kurzem 3 junge Kaninchen. Na was will man mehr!

Man dürfte denken: Nein, sonst nix mehr, der Kerl ist bis oben voll.

Bin ich auch – trotzdem muss ich raus in die Natur – rauf auf die Berge. So machte ich mich letzten Mittwoch Abend um 18:10 Uhr von der Pfarre Sand i.T. 857 m noch auf zum Blossberg 2.619 (1.762 hm). 19:58 waren die 9,69 km bewältigt, in 1:11 war ich dann auch wieder zurück.

Freitag war mir klar, ich muss noch etwas an Zähe und Ausdauer zulegen, ich muss jetzt was für meine Härte tun. Tagsüber habe ich mit harter körperlicher Arbeit begonnen, es ist ja schließlich immer was am Haus zu renovieren, gegessen habe ich wenig, habe bei der Arbeit darauf vergessen, kein Hungergefühl.

Um 19 Uhr sage ich zu meiner Frau: so, endlich Feierabend – ich gehe jetzt noch einen „Langen“  laufen.

Die sah mir an, dass ich im Prinzip schon ausgepowert und zu müde bin für so eine Tour. Meine etwas dunklen Augenwinkel blieben ihr nicht verborgen. So meinte sie, ob ich schon sicher wäre, das zu tun, und ob ich meine Strecke nicht nochmals überdenken will.

Hätte ich mir die Zeit zum Überlegen genommen, so hätte ich meine Pläne wahrscheinlich auch geändert, zudem stand unser Sohn Maximilian schon in den Startlöchern mit dem Fahrrad, der mich begleiten wollte. Na dann los ……..… Ein Eiweißshake mit einer Superdosis L-Carnitin und ab nach Sand in Taufers.

Start um 19:30 Uhr in Taufers bei der Pfarrkirche: Radweg – Uttenheim – Mühlbach – Tesselberg – Amaten – Percha – Bruneck und retour nach Taufers. 43,4 km mit rund 900 hm. Ein wenig Abschnaufen und dann mit dem Auto wieder zurück nach Hause, wo wir gegen 23:45 ankamen. Zugegeben: völlig erschöpft und zu kalt – ich wurde zuletzt noch recht nass und hatte nichts Trockenes dabei zum Umziehen.

Jetzt gings unter die warme Dusche und auf die Liege im Schwimmbad. Herrlich. Meine Frau zauberte uns inzwischen ein Gemüsegericht. Nach 1 Stunde komplett regeneriert – als ob nichts gewesen wäre,  ABER geschlafen habe ich dann wie ein Murmeltier. Und natürlich perfekt zufrieden.

Also Leute, HABEN WIR NUN ZEIT ZUM LAUFEN ODER HABEN WIR DIE NICHT?

Ja, wir haben diese, ALLE!!! Es reicht ein klein wenig den inneren Schweinehund überwinden ………. und ein wenig verrückt sein würde natürlich auch nicht schaden.

Ich freue mich nun schon sehr auf den bevorstehenden Ultra über 79 km und mehr als 4.000 hm.

Probieren wirs mal – garantiert schreibt das Rennen wieder eine neue Geschichte!

Leave a Reply