3/4 Halbmarathon 2014 – das Rennen

3/4-Halbmarathon-Sand-in-Taufer-Suedtirol-2014

Mein Vorbereitungsrennen für den Berlin-Marathon 2014

ist Geschichte. Ich zitiere aus meinem Text vom Vortag (siehe voriger Blogartikel)

1:07:49 sehr zufrieden

1:06:59 perfekt – eine super Richtzeit für Berlin

1:05:59 Laufe ich das, sind die 2:40 auch geknackt, wird aber nicht passieren, lassen wir die Kirche im Dorf

UND ES WURDE EINE 1:06:52, 35 Gesamtrang und 4. meiner Altersklasse.

Der Wettkampf:

Ich pendelte zwischen einer Familienfeier und dem Laufevent. Schnell mal beim Mittagessen weg zu einem Wettkampf.

Beim Umkleiden merke ich, Rennschuhe vergessen. Im Bus nach Bruneck berichtet mir mein Kollege Robert zufällig, dass er meine neuen Spezialschuhe gesehen hat, bekam sie aber nicht zum Kaufen, denn der Herr im Sportgeschäft meinte, die wären eben für mich bestellt. Ohne Geld dabei zu haben beschloss ich mir nun diese zu holen, denn mit den 320 Gramm Tonner hätte ich wohl kaum antreten brauchen. Also: „diese 17,5 km tun dir nichts in neuen – FEDERLEICHTEN – Schuhen, auch wenn du hier ein Gesetz brichst.“ dachte ich mir – gesagt – getan – Laufschuhe abgeholt – angezogen – an den Start.

Denkste: ab km 3 am linken großen Zehennagel Schmerzen – die nun bis ins Ziel ständig anwuchsen. Ich war super drauf, km Zeiten waren trotz der 134 Höhenmeter und dem Anstieg Anstieg von etwa 80 Metern planmäßig um die 3:45, aber ich wusste GENAU, was mich im Ziel erwartet. Hatte schon Angst, dass ich Blut am Socken seh beim Ausziehen.

So war es nicht, aber nicht nur der Nagel war fast schon ab, sondern auch 1/3 der großen Zehe von starken Ödemen gezeichnet, die ich dann zu Hause aufstach. Meine Frau meinte, es darf ja nicht alles glatt gehen für die Berlin-Vorbereitung, denn dann hättest du ja nichts zu beißen. Und umso größer wäre mein Freude, wenn ich trotz Hindernissen in der Vorbereitung unter 2:40 finishen würde. Ich: „wenn das bloß gut geht.“ Weiß nun nicht, wie das weitergeht, bin daher mal nicht verbittert sondern doch eher motiviert. Ich weiß, ich habs drauf – zugegeben, keine Ahnung, wann ich wieder laufen kann – morgen, in einer Woche??? Dauert es länger, habe ich ein echtes Problem.

Die Zeit bei diesem Rennen ist für mich sehr zufriedenstellend – mein gestecktes Ziel ist erreicht und die 5 Minuten, die ich schneller als 2010 laufen wollte, waren letztendlich genau 6 Minuten schneller.

2010 lief ich dann in Frankfurt die 2:51, würde ich lediglich Zeit der 27,5 km verdoppeln und 12 Minuten für diese 35 km rechnen, …………. / aber das ist Theorie. NICHT GANZ!!!

Feuertaufe ist gelungen – KANN ich sofort voll weiter trainieren, packe ich die 2:40 nach heutigen Erkenntnissen, denn 1 Minute haben mich so nebenbei wohl auch noch die Schmerzen gekostet. In Gais bei ca. km 8 dachte ich erstmals ans Aufgeben. Gedankengang: „Dieser Lauf ist es nicht wert, mir meine Zehe komplett kaputt zu machen.“  Meine gute Zwischenzeit ließ aber dann ein Aufhören einfach nicht zu und ich stand das irgendwie durch.

ALLES IN ALLEM: Mit heutigem Resultat super zufrieden!

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